MCPRU
Research Unit for
Molecular and Cellular Physiology

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Was ist die Forschungseinheit für Molekulare und Zelluläre Physiologie (Molecular and Cellular Physiology Research Unit, MCPRU)?

Präambel: Es wird  besonders darauf hingewiesen, dass durch die Errichtung einer Forschungseinheit (FE) in keiner Weise Teile des Institutes für Molekularbiologie und Biochemie vom besagten Institut abspaltet werden sollen. Die Einrichtung dieser FE soll den Tatsächlichen Institutsaktivitäten im Bereich der molekularen und zellulären Physiologie Rechnung tragen und Kompetenzen, die über das Institut hinaus von Interesse sind, fördern. Das Ansuchen wird in Absprache und in Kenntnis aller Universitätsassistenten des Institutes nach eingehenden Diskussionen nunmehr schriftlich eingereicht. Die Inhalte und Ziele sind mit den Forschungsinteressen des Institutes bzw. des Zentrums abgestimmt um die Integration der FE in die bestehende Forschungslandschaft zu garantieren und um lokale Kooperationen zu vertiefen.

Name der angesuchten Forschungseinheit (FE):

Molekulare und zelluläre Physiologie

Molecular and cellular physiology research unit, MCPRU

Inhalte: Erforschung sub- bzw. zellulärer Vorgänge der Signalintegration, die die Grundlage der Signalspezifität darstellen. Dabei sollen neue Proteine bzw. neue Mechanismen charakterisiert werden, die an der selektiven Signalübertragung beteiligt sind. In Kooperation innerhalb des Institutes bzw. des ZMM aber auch mit anderen Instituten der MUG soll, mit dem Ziel der Identifizierung potentieller therapeutischer Ansatzpunkte, die Bedeutung von Störungen in der Signalintegration von Zellen und Ihre Konsequenzen untersucht werden. Insbesonders ist auch geplant eine verstärkte Kooperation mit Kliniken aufzubauen. Weiters wird ein intensiver Kontakt mit der pharmazeutischen Industrie angestrebt um langjährige Kooperationen aufzubauen.

Weiters sollen Methoden der molekularen Physiologie (z.B. biogene Sensoren), der hochauflösenden Fluoreszenzmikroskopie, der Konfokalmikroskopie und der Elektrophysiologie weiterentwickelt und dem Institut/ZMM zur Verfügung gestellt werden.

Leitung der FE: Als Leiter dieser Forschungseinheit wurde Herr ao Univ. Prof. Dr. Wolfgang GRAIER eingesetzt.

MitarbeiterInnen Bund-Land: Univ. Personal: Univ. Ass. Dr. Roland Malli und ao Univ. Prof. Dr. Wolfgang Graier

Ressourcen:
Ausstattung: Die notwendige Ausstattung (z.B. Zellkultur, Messplätze) ist vorhanden und sollte im üblichen Verfahren (Infrastrukturinvestitionen, FWF, 3. Mittel) kontinuierlich erneuert werden. Die beantragte FE zeichnet sich durch einen sehr hohen Anteil selbstständig eingeworbener Geräte bzw. Großgeräte aus die fast ausschließlich vom Antragsteller selbst bzw. Herrn Univ. Ass. Dr. Roland Malli gewartet werden.

 

Seit wann gibt es die MCPRU schon?

Die MCPRU wurde am 1. Februar 2006 installiert.

 

Was sind die Ziele der MCPRU?

Forschung: Ziel ist es ein Kompetenzzentrum für molekulare und zelluläre Physiologie weiterzuentwickeln, das sich mit den Mechanismen der Signalintegration und Signalselektivität beschäftigt. Damit versteht sich diese FE inhaltlich auch als Bindeglied zwischen den Zentren für Molekularen Medizin und dem für Physiologische Medizin. Weiters sollen bestehende Kooperationen mit Klinischen Instituten, dem Zentrum für Theoretisch-Klinische Medizin bzw. dem ZMF I intensiviert bzw. neue Kooperationen aufgebaut werden.

Das Hauptaugenmerk soll dabei speziell auf folgende Bereiche gerichtet sein:

            1. Molekulare Mechanismen der intrazellulären Ionenhomeostase

            2. Mechanismen der Ca2+-induzierten Signaltransduktion

            3. Gefäßphysiologie mit besonderer Berücksichtigung der Endothelzellen

            4. Molekulare Regulationsmechanismen der Organellfunktionen

            5. Pathologische Veränderungen der oben genannten Punkte in metabolischen und neoplastischen Erkrankungen

Diese FE soll mit dem Verständnis errichtet werden, dass dessen Forschungsaktivitäten in das bestehende Forschungskonzept des Institutes integriert sind  und die FE mit den restlichen Arbeitsgruppen des Institutes kooperiert.

Entwicklung: Um die Ziele der Forschung verwirklichen zu können sollen auch Innovationen auf folgenden Gebieten erzielt und dem Institut/ZMM zur Verfügung gestellt werden:

-          Entwicklung hochauflösender Messverfahren zur bessern Erforschung von Vorgängen der Signaltransduktion

-         Charakterisierung und Beschreibung neuer Proteine bzw. Mechanismen in der zellulären Signalübertragung

-          Identifizierung neuer Angriffspunkte für die therapeutische Intervention gegen Zelldysfunktion

-          Kooperation mit Pharmafirmen bzw. einschlägigen Firmen bei der Entwicklung neuer Produkte

So wie bisher, soll versucht werden diese Innovationen gemeinsam mit der MUG zu vermarkten (Patentierungen, Lizenzverträge, etc.)

Nationale bzw. Internationale Kooperationen: Es soll auch Aufgabe der FE sein das den guten nationalen und internationalen Ruf des Institutes weiter aufzubauen. Dies soll durch erfolgreiche Kooperationen mit renommierten KollegInnen aus dem In- und Ausland, durch Beiträge an internationalen Veranstaltungen sowie durch wissenschaftliche Publikationen erfolgen.

Welche Stellung nimmt die MCPRU in der Forschung an der MUG ein: Die MCPRU, versucht in Kooperation mit anderen Instituten der Vorklinik, die auf die Genetik oder die Erforschung der Zell-, Organ- bzw- Körperfunktionen fokussieren, einen Brückenschlag zwischen der rein molekulareren Forschung und der systemisch-klinischen Forschung aufzubauen (siehe Schema).

Research eMAIL: Wolfgang F. Graier
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